Lexikon der Begriffe
Oberstufe des autogenen Trainings
Auf der Grundstufe aufbauende, meditativ-imaginative Übungsform des autogenen Trainings, bei der in tiefer Versenkung Farb-, Gegenstands- und Szenenerleben angeregt wird.
Obstipation
Verstopfung, also erschwerte oder seltene Darmentleerung. Sie ist eine typische Opioidwirkung, gegen die sich kaum Toleranz entwickelt.
Obstruktive Schlafapnoe
Schlafbezogene Atmungsstörung mit wiederholtem Verschluss der oberen Atemwege im Schlaf, die zu Atemaussetzern, Sauerstoffabfällen und Weckreaktionen führt. Typische Folgen sind Tagesschläfrigkeit und kardiovaskuläre Risiken.
Offenbarungsbefugnis
Rechtliche Grundlage, die eine Weitergabe geschützter Patientengeheimnisse erlaubt. Beispiele sind die Einwilligung des Patienten, gesetzliche Mitteilungsbefugnisse oder der rechtfertigende Notstand.
Okulogyre Krise
Anfallsartiger, unwillkürlicher Blickkrampf, bei dem die Augen meist nach oben gerichtet sind. Sie ist eine typische Form der akuten Dystonie unter Dopaminantagonisten.
Olfaktorische Halluzination
Geruchswahrnehmung ohne entsprechenden äußeren Reiz. Sie kommt unter anderem bei Schädigungen des Temporallappens vor.
o.n.A.
Abkürzung für „ohne nähere Angabe“. Sie kennzeichnet in der ICD Diagnosen, bei denen keine genauere Spezifizierung möglich oder angegeben ist.
Ophthalmoplegie
Lähmung einzelner oder mehrerer Augenmuskeln mit eingeschränkter Augenbeweglichkeit und häufig Doppelbildern.
Opioidantagonist
Substanz, die an Opioidrezeptoren bindet, ohne sie zu aktivieren, und dadurch die Wirkung von Opioiden aufhebt oder blockiert, zum Beispiel Naltrexon oder Naloxon.
Opportunistische Infektion
Infektion durch Erreger, die vorwiegend bei geschwächter Immunabwehr, etwa bei fortgeschrittener HIV-Infektion, eine Erkrankung hervorrufen.
Oppositionelles Verhalten
Anhaltend trotziges, ungehorsames und provokatives Verhalten gegenüber Erwachsenen und Autoritätspersonen, ohne schwere Verletzung der Rechte anderer.
Organische emotional labile Störung
Durch eine körperliche bzw. hirnorganische Erkrankung bedingte Störung mit Affektlabilität oder Affektinkontinenz, Ermüdbarkeit und körperlichen Missempfindungen (ICD-10 F06.6).
Organische Halluzinose
Durch eine nachweisbare zerebrale oder körperliche Erkrankung verursachte Störung mit anhaltenden oder wiederkehrenden Halluzinationen bei klarem Bewusstsein (ICD-10 F06.0).
Organische Persönlichkeitsstörung
Nach ICD-10 (F07.0) eine Persönlichkeitsveränderung infolge einer Hirnerkrankung oder -schädigung. Typisch sind Störungen von Affekt, Impulskontrolle, Antrieb und Sozialverhalten.
Orientierung zur eigenen Person
Wissen um die eigene Identität, etwa Name, Geburtsdatum und wichtige lebensgeschichtliche Gegebenheiten.
Orthostatische Hypotonie
Deutlicher Blutdruckabfall beim Aufstehen aus dem Liegen oder Sitzen, oft mit Schwindel oder Bewusstseinsverlust. Sie ist Ausdruck einer gestörten autonomen Kreislaufregulation.